Frankreich Reise Packliste: Was sollte mit?
Was gehört auf eine Frankreich Reise Packliste? Für eine Rundreise mit dem eigenen Auto brauchen Sie vor allem die richtigen Dokumente, eine sinnvolle Grundausstattung fürs Fahrzeug und Gepäck, das sich unterwegs leicht handhaben lässt.
Gerade bei einer Rundreise zeigt sich schnell, dass weniger oft mehr ist. Wer alle zwei oder drei Tage die Unterkunft wechselt, möchte nicht jedes Mal einen riesigen Koffer aus dem Auto heben und neu sortieren.
Ich empfehle deshalb, nicht für jede denkbare Situation zu packen. Wichtiger ist, dass Sie die Dinge dabeihaben, die unterwegs wirklich praktisch sind.
Frankreich Reise Packliste auf einen Blick
- Personalausweis oder Reisepass, Führerschein und Fahrzeugpapiere
- Krankenversicherungskarte und wichtige Versicherungsdaten
- Adressen, Telefonnummern und Unterlagen zu Ihren Unterkünften
- Warnweste, Warndreieck und gegebenenfalls Crit Air Plakette
- Parkscheibe für französische „zones bleues“
- bequeme Kleidung und Schuhe passend zu Region und Aktivitäten
- persönliche Medikamente und eine kleine Reiseapotheke
- kleiner Tagesrucksack sowie eine praktische Tasche für kurze Aufenthalte
- zweite Bezahlkarte und Ersatzschlüssel getrennt vom Original
- Ladekabel, Smartphonehalterung und Offline Karten für unterwegs
- vor der Abfahrt Ölstand, Wischwasser, Kühlwasser und Reifendruck kontrollieren
- etwas freien Platz im Auto für Marktbesuche und Mitbringsel lassen
Die wichtigsten Dokumente
Beginnen Sie mit den Unterlagen. Sie lassen sich unterwegs am schwierigsten ersetzen.
Für deutsche Staatsangehörige reicht für die Einreise nach Frankreich grundsätzlich ein Personalausweis. Wer mit dem eigenen Auto fährt, benötigt außerdem Führerschein und Fahrzeugpapiere.
Das kommt auf die Packliste:
- Personalausweis oder Reisepass
- Führerschein
- Fahrzeugpapiere
- Krankenversicherungskarte
- Unterlagen zur Auslandskrankenversicherung, falls vorhanden
- Adressen und Kontaktdaten der Unterkünfte
- wichtige Buchungsunterlagen
- Kopien wichtiger Dokumente
Ich würde diese Unterlagen nicht irgendwo zwischen Kleidung und Schuhen verstauen. Eine kleine Dokumententasche, die während der Fahrt griffbereit bleibt, ist wesentlich praktischer.
Bei meinen Rundreisen erhalten Sie die wichtigsten Angaben zu Ihren gebuchten Stationen bereits vor der Abfahrt. So müssen Sie nach mehreren Stunden Fahrt nicht erst im E Mail Postfach nach der Adresse Ihrer nächsten Unterkunft suchen.
Was gehört griffbereit ins Auto?
Einige Dinge sollten nicht im Kofferraum verschwinden.
Warnweste und Warndreieck gehören zur vorgeschriebenen Sicherheitsausstattung. Die Warnweste sollte so liegen, dass Sie sie erreichen können, bevor Sie das Fahrzeug verlassen.
Zusätzlich praktisch sind:
- Sonnenbrille
- Wasser
- Smartphonehalterung
- Ladekabel fürs Auto
- Taschentücher
- kleine Taschenlampe
- Stoffbeutel
- etwas Kleingeld
Gerade Wasser und Sonnenbrille würde ich nicht erst irgendwo zwischen den Koffern suchen wollen. Wenn Ihre Route durch eine französische Umweltzone führt, sollten Sie außerdem vor der Abreise prüfen, ob Sie eine Crit Air Plakette benötigen. Mehr zu Verkehrsregeln, Maut und weiteren Besonderheiten finden Sie in meinem Beitrag „Autofahren in Frankreich“.
Nicht direkt auf die Packliste gehört ein kurzer Check des Autos. Vor einer längeren Fahrt würde ich trotzdem noch einmal Ölstand, Kühlwasser und Reifendruck prüfen. Das dauert nicht lange und ist deutlich angenehmer, als sich damit erst unterwegs beschäftigen zu müssen.
Für Rundreisen lieber kleiner packen
Bei einer stationären Reise spielt die Größe des Koffers kaum eine Rolle. Sie stellen ihn einmal ins Hotelzimmer und packen ihn am Ende wieder ein. Auf einer Rundreise sieht das anders aus.
Wenn Sie regelmäßig die Unterkunft wechseln, sind zwei kleinere Gepäckstücke oft angenehmer als ein großer schwerer Koffer. Manche Reisende packen zusätzlich eine kleine Tasche für eine oder zwei Nächte. Dann muss nicht bei jedem kurzen Aufenthalt das komplette Gepäck mit ins Zimmer.
Normandie Rundreise auf den Spuren der Impressionisten
Rundreise am Mittelmeer: Cassis, Saint-Tropez & Nizza
Zauberhaftes Loiretal: Rundreise mit Auto & Fahrrad
Welche Kleidung braucht man in Frankreich?
Die Antwort hängt stark von Ihrer Route ab. Gerne gebe ich Ihnen vorab persönliche Tipps passend zu Ihrer Reise.
Für die Bretagne würde ich anders packen als für die Provence. An der Atlantikküste kann selbst im Sommer eine leichte Jacke angenehm sein. Im Süden sind Sonnenschutz und luftige Kleidung wichtiger.
Gut funktioniert Kleidung, die sich kombinieren lässt:
- leichte Oberteile
- eine wärmere Schicht
- Regenjacke
- bequeme Hose
- bequeme Schuhe
- ein etwas schöneres Outfit für den Abend
- Schlafsachen
- Unterwäsche und Socken
- Badebekleidung, wenn sie zur Reise passt
- Sonnenhut oder Kappe
Bei Schuhen würde ich mich zurückhalten. Ein bequemes Paar für Spaziergänge und ein zweites Paar reichen für viele Rundreisen völlig aus. Wenn Sie wandern, klettern oder Rad fahren möchten, sollten Sie natürlich auch an das passende Schuhwerk denken. In manchen Küstenregionen können außerdem Badeschuhe sinnvoll sein, zum Beispiel an steinigen oder felsigen Stränden.
Eine kleine Tasche für jeden Tag
Neben dem eigentlichen Gepäck empfehle ich einen kleinen Rucksack oder eine leichte Umhängetasche. Darin können die Dinge bleiben, die Sie unterwegs immer wieder brauchen:
- Smartphone
- Portemonnaie
- Wasserflasche
- Sonnencreme
- Sonnenbrille
- Taschentücher
- Insektenschutz
- persönliche Medikamente
- kleine Powerbank
- Unser Reiseheft mit Tipps und Empfehlungen
Ein Stoffbeutel ist ebenfalls praktisch. Er nimmt fast keinen Platz weg und kommt häufiger zum Einsatz, als man vorher denkt: Denn vielleicht halten Sie spontan an einem Wochenmarkt. Oder Sie nehmen morgens beim Bäcker noch ein Baguette für ein Picknick mit. Für solche Kleinigkeiten braucht es keinen großen Rucksack.
Malerischer Roadtrip vom Périgord bis zur Atlantikküste
Von der Loire bis ans Meer: Eine unvergessliche Rundreise
Was wird auf Frankreich Rundreisen gern vergessen?
Ein paar Dinge stehen auf kaum einer klassischen Packliste, können auf einer Frankreich Rundreise aber ausgesprochen praktisch sein.
Eine zweite Bezahlkarte mit PIN
Nehmen Sie möglichst nicht nur eine einzige Bankkarte mit. Gerade an unbemannten französischen Tankstellen wird häufig ausschließlich mit Karte bezahlt. Visa und Mastercard mit Chip und PIN funktionieren in der Regel zuverlässig, während andere Karten an einzelnen Automaten abgelehnt werden können. Auch an den Mautstationen ist eine passende Karte praktisch.
Ein Europäischer Unfallbericht im Handschuhfach
Den braucht hoffentlich niemand. Falls es doch einmal zu einem Unfall kommt, ist das Formular sehr hilfreich. Sie können damit die wichtigsten Angaben zum Unfall, zu den beteiligten Fahrzeugen und Versicherungen direkt festhalten. Das Formular erhalten Sie in der Regel bei Ihrer Kfz Versicherung.
Versicherungsdaten und Pannenhilfe griffbereit haben
Zum Europäischen Unfallbericht würde ich noch die wichtigsten Daten Ihrer Kfz Versicherung legen. Dazu gehören die Versicherungsnummer und eine Telefonnummer für den Schadenfall.
Falls Sie einen Schutzbrief oder eine Mitgliedschaft bei einem Automobilclub haben, speichern Sie auch die Nummer der Pannenhilfe im Smartphone. Im Idealfall brauchen Sie diese Angaben während der gesamten Reise nicht. Wenn doch etwas passiert, möchten Sie allerdings nicht erst zwischen Versicherungsunterlagen und E Mails danach suchen.
Sicher ist sicher: Einen Ersatzschlüssel fürs Auto getrennt aufbewahren
Wenn Sie zu zweit reisen und einen zweiten Fahrzeugschlüssel besitzen, würde ich ihn nicht zusammen mit dem ersten Schlüssel aufbewahren. Geht eine Tasche verloren oder bleibt der Schlüssel versehentlich im Auto, nützt ein Ersatzschlüssel im gleichen Gepäck wenig.
Eine kleine Kühltasche für Einkäufe unterwegs
Die finde ich auf Frankreich Rundreisen besonders praktisch. Vielleicht möchten Sie Käse auf einem Markt kaufen, etwas für ein Picknick mitnehmen oder regionale Lebensmittel bis zur nächsten Unterkunft transportieren. Eine kleine faltbare Kühltasche nimmt kaum Platz weg und verhindert, dass solche Einkäufe im warmen Auto liegen müssen.
Ein Korkenzieher für das spontane Picknick
Das klingt vielleicht sehr französisch, ist aber tatsächlich praktisch. Wenn Sie unterwegs Wein, Cidre oder eine Flasche aus einem kleinen Weingut mitnehmen, muss die Flasche nicht bis zur nächsten Unterkunft geschlossen bleiben. Bei einem guten Käse, etwas Brot und einem schönen Platz für eine Pause wäre das schließlich schade.
Eine Parkscheibe für die „Zone bleue“
Eine Parkscheibe würde ich ebenfalls ins Auto legen. In vielen französischen Orten gibt es sogenannte „zones bleues“. Dort können Sie für eine begrenzte Zeit kostenlos parken, müssen aber Ihre Ankunftszeit mit einer europäischen Parkscheibe anzeigen.
Wie lange Sie stehen dürfen, ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Achten Sie deshalb immer auf die Beschilderung vor Ort. Gerade in kleineren Städten und Ortszentren ist die Parkscheibe eine dieser Kleinigkeiten, die man leicht vergisst und dann genau dann braucht, wenn man eigentlich nur schnell zum Markt oder in die Bäckerei möchte.
Und noch ein Tipp, der eigentlich gar nicht auf die Packliste gehört: Lassen Sie bewusst etwas Platz im Auto. Nach einem Marktbesuch, einem Stopp beim Winzer oder dem Besuch einer kleinen Töpferei ist man häufig froh darüber.
Urlaub in Frankreich mit dem Auto
Reiseapotheke: klein, aber sinnvoll
Für eine normale Frankreichreise brauchen Sie keine halbe Apotheke im Gepäck. Wichtig sind zunächst die Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen. Dazu können einige Dinge kommen, die Sie auch zu Hause bei kleineren Beschwerden verwenden.
Sinnvoll sind beispielsweise:
- persönliche Medikamente
- Pflaster
- Desinfektionsmittel
- Schmerzmittel
- Mittel gegen Insektenstiche
- Sonnenschutz
Wenn Sie verschreibungspflichtige Medikamente mitnehmen, sollten Sie vor der Reise prüfen, ob dafür besondere Unterlagen erforderlich sind. Ich würde Medikamente außerdem nicht dauerhaft im stark aufgeheizten Auto liegen lassen. Beachten Sie die jeweiligen Hinweise zur Lagerung.
Smartphone und Navigation
Das Smartphone übernimmt auf einer Rundreise inzwischen erstaunlich viele Aufgaben. Navigation, Übersetzung, Kamera, Reservierungen und Telefonnummern befinden sich oft auf demselben Gerät. Entsprechend wichtig ist eine zuverlässige Stromversorgung. Packen Sie deshalb Ladekabel, Ladegerät fürs Auto und gegebenenfalls eine Powerbank ein.
Ich empfehle außerdem, wichtige Karten oder Adressen bereits vor der Reise herunterzuladen oder unsere Reiseunterlagen griffbereit zu haben. Mobilfunk funktioniert zwar an vielen Orten problemlos, aber gerade in ländlicheren Gegenden kann eine Offline Karte von Vorteil sein.
Was können Sie zu Hause lassen?
Nicht alles, was auf klassischen Packlisten auftaucht, brauchen Sie tatsächlich. Für Frankreich benötigen Sie beispielsweise keinen besonderen Stromadapter für deutsche Stecker. Auch Lebensmittelvorräte für die gesamte Reise sind normalerweise überflüssig.
Gerade letzteres wäre schade.
Ein Teil des Vergnügens einer Frankreichreise besteht schließlich darin, unterwegs einzukaufen. Ein kleiner Supermarkt, eine Markthalle oder die Bäckerei am Morgen gehören für viele Reisende genauso dazu wie die Sehenswürdigkeiten.
Packen Sie deshalb lieber etwas weniger und lassen Sie Platz für das, was unterwegs dazukommt.
Freier Platz im Auto ist Teil der Packliste
Dieser Punkt wird gern vergessen. Wenn das Auto bereits zu Hause bis oben gefüllt ist, wird jeder Einkauf unterwegs zum logistischen Problem. Vielleicht entdecken Sie eine schöne Schale auf einem Markt. Vielleicht möchten Sie ein paar regionale Spezialitäten mitnehmen. Oder am Ende der Reise kommen doch einige Flaschen Wein dazu.
Ein bisschen freier Platz im Kofferraum ist deshalb kein verschenkter Raum, sondern gehört für mich zu einer guten Reiseplanung dazu.








